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Das Zweite Geheimnis – Titus Müller

Geschichtsunterricht – spannend verpackt

Der Klappentext war spannend: „Zwölf Jahre nach dem Mauerbau führt Ria Nachtmann ein weitgehend angepasstes Leben in Ostberlin. Niemand würde vermuten, dass sie einst als Spionin für den Bundesnachrichtendienst aktiv war. Nur eines hat die Jahre überdauert: ihre Liebe zu Jens, einem westdeutschen Journalisten. Doch Verbindungen mit dem Klassenfeind sind streng verboten. Als Ria ein geheimes Treffen arrangiert, wird sie bereits beobachtet. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt …“

Der Leser benötigt etwas Konzentration, sind zu Beginn der Geschichte, die handelnden Personen und wechselnden Stränge nicht immer sofort überschaubar .. aber wer diese kurze Phase übersteht, kommt schnell rein in die spannende Geschichte der ehemaligen BND Agentin und ihrem Versuch, wieder Kontakt zum Westen aufzubauen. Viele Protagonisten tummeln sich, zum Teil sehr geschichtsnah an der Realität, im Roman von Titus Müller, der zu guter Letzt ein Stückweit offen lässt, was tatsächlich Fiktion oder harte Fakten waren. Fakt ist, dass Willy Brand, Günther Guillaume, Erich Honecker, Wolf Biermann existierten und lebendige Zeitzeugen waren. Welcher Dialog nun tatsächlich geführt wurde und ob Erich und seine Frau so miteinander die Worte wechselten, wird ein Geheimnis bleiben.

Die DDR Spezialialagentin Marga Dierks hat sich festgebissen. An Ria Nachtmann. Ist sie, war sie eine Spionion oder nicht ? Auch Anna, die Tochter von Ria spielt eine Rolle, ebenso Michael, der so etwas wie der Freund von Anna ist. Dr. Schalck ist schon fast eine DDR Prominenz und Stefan Hähner nimmt seine Hauptrolle erst gegen Ende der Story ein.

Alles in allem, fesselnder Stoff, spannend verpackt. Historisch fundiert recherchiert und mitunter erschreckend offenlegend, was im Staate DDR vor gar nicht allzu langer Zeit Gang und Gebe und für viele Menschen „normal“ erschien.

Fazit:

Tolles Buch, leider habe ich mit dem zweiten Teil begonnen … aber ich bin guter Dinge hinsichtlich Teil1 und 3. Titus Müller versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen.

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