Sperriger Titel – tolle Story …
Wir schreiben das Jahr 1920, Nachkriegsjahre. Vera Albers hat die Praxis ihres verstorbenen Mannes übernommen und sich zur Aufgabe gemacht die seelischen Narben ihrer Patienten zu heilen. Die Story beginnt ohne große Vorankündigung, der erste Patient, die ersten Hinweise, die ersten Verbindungen.
Die Protagonisten wirken allesamt authentisch, auch von Autorin Metzenthin diese nie zu nah an den Leser heranlässt, so gelingt ihr dennoch gut der Spannungsaufbau. Ein Mord geschieht und Kommissar Bender steht vor einem Rätsel, dass erst Zug um Zug, allerdings erst im Strudel weiterer Morde Gestalt, einer Theorie folgt. Die Opfer stammen allesamt aus einem Regiment des ersten Weltkriegs. Liegt hier der Schlüssel.
So betreten im Zuge der kurzweiligen Erzählung neue Patienten die Handlung und Frau Schuster und ihr gesichtsverletzter Mann kommen zunehmend in den Mittelpunkt. Es gibt weitere Opfer, die hinterrücks erstochen werden und Kommissar Bender und sein launiger Kollege Abel finden keine rechte Lösung. Die geschickt konstruierte Handlung die Akteure unabhängig voneinander zusammen und schließlich bietet Vera Albers dem Kommissar ihre Hilfe bei der Suche nach dem Mörder (und einem Motiv) an, welche dieser nur sehr zögerlich annehmen mag.
So kommt der Plot, der unverändert von Kapitel zu Kapitel kurzweilig und bestens lesbar bleibt, in Schwung und es gibt den ein oder anderen Twist, der in einer wilden Theorie gipfelt, die nicht wahr sein kann, oder eben doch?
Fazit: spannende Erzählung aus einer Zeit, die weder DNA Analysen noch digitale Methoden kannte. Spannender Pageturner, lesenswert mit sympathischen Protagonisten die bis zum Schluss um des Rätsels Lösung kämpfen. 4 von 5 Sternen.

***** (c) udomittendrin.de, Feb 26 *****