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Seiler & Speer

„Seiler & Speer“ begeistern das Salzburger Republic

Keller Steff als Vorband der Vorgruppe sorgt für viel Applaus 

Ausverkauftes Haus. Gleich 3 Bands standen auf dem Programm. Der in unserem Raum nur zu gut bekannte Keller Steff war als Vorgruppe der Vorgruppe angekündigt, Tommy Lee als Wegbegleiter der derzeitigen österreichischen Hit-Lieferanten Steiler & Speer. 1100 Gäste drängelten sich am Einlass, war doch musikalisch einiges geboten.

Der Keller Steff eröffnet kurz und knapp mit den Worten „wir san die Vorband von der Vorband, also pack mas“, sprach´s und legte ohne weiteren Atemzug mit seinem „Nasenbohrer“ im Vollgas Modus los. Die Österreicher im Publikum waren sichtlich positiv überrascht, keiner schien zu ahnen was kommen sollte, jeder ließ sich sofort mitreißen. Die kleine Halle im Republic kam in Schwung. Dies nahm mit den folgenden Songs, „Des ist der Deal“ oder „Narrisch“ oder schließlich das berühmte „Kaibiziagn“ ziemliche Ausmaße an. Keller Steff unbeirrt im Vorwärtsmodus, seine Mitspieler allesamt treffsicher und sehr, sehr überzeugend. Ein perfekter Auftakt. Auch Bajuwaren können Hits produzieren.

Nach kurzer Umbaupause übernahmen die Österreicher Tommy Lee die musikalische Weiterbehandlung. Optisch war die Band, insbesondere der ausdrucksstarke Kontrabassist, eine Augenweide, die Show-Elemente beim Bass-Turnen waren eindrucksvoll, akustisch konnte mich der  – für meine Ohren – lauwarme Rock´n Roll Aufguß nicht überzeugen. Mein subjektives Gefühl schien vom Publikum geteilt worden zu sein – es gab keinerlei Forderung nach einer Zugabe. Wenig überraschend, man wartete auf den eigentlichen Hauptakt. 

Seiler & Speer, derzeit mit „Ham kummst“ hoch und runter in den Radiostationen gespielt, sprangen geradezu auf die Bühne, nahmen das jubelnde (aufgeheizte) Publikum im Sturm. Nach einem kurzen Intro wurden die Songs „Soits leben“, „Servas Baba“ sowie die Mitschmetter-Arie „I wü ned“ an die Decke geschmettert. Die 1100 Menschen sangen lauthals mit. Ein Fest.

Nicht weniger zehn 10 Musiker standen auf der Bühne, der Percussion Einsatz war perfekt, die Kulisse äußerst stimmig. Auch wenn viele auf „den Hit“ warteten, Seiler & Speer dies auch thematisierten, ein wenig Geduld war noch erforderlich. Es folgten die CD-Stücke „Gstanzl“ oder das leichte „Kaffee“. „Setz di her“ oder die Hymne „Mir ist koid“. Leidenschaftlich von Seiler & Speer vortragen, die Anmoderation in einem schwer verständlichen Wiener-Ösi-Sprech, die Melodien mitnehmend und einfach lebensfrohe Kost. Es wurde zunehmend wärmer.

Schließlich nach gut 60 Minuten und einer ersten Ladung aus der Konfetti-Kanone kam das ersehnte „Ham kummst“ in der Live Version. Über sieben Minuten zelebrierten Bernhard Speer und Christopher Seiler aus Bad Vöslau nahe Wien ihren Hit und genossen augenscheinlich die Stimmung. Eintausend einhundert Menschen mit ihnen. So geht Harmonie. Der finale Konfetti Regen Nummero zwo machte deutlich, das Ende ist nah und so nahm ein Konzert Abend der wunderbaren Art seinen Lauf. 3 Auftritte, mindestens zwei Highlights. Gerne wieder.

*** © Udo Kewitsch, einst im April, vor dem Wahnsinn – Zeichen 3067, Zeilen 47   ***

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