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wolfen reloaded

Wolfen reloaded – Feinster Rock – neue CD

Überzeugende CD Relase Party im Salzburger Rockhouse

„Unkraut vergeht nicht“ sagt der Volksmund. Der Spruch ist für unser Thema hier weder zutreffend noch im Bildsinn passend. Korrekter wäre: „Gute Bands sind unvergänglich“. In diesem Falle ist der Rede von „Wolfen“, jene Rock Formation,  deren Wege sich Mitte der neunziger Jahre trennten, einige Jahre schlummerten 2013 wie Phoenix aus der Asche wieder auferstand und nun in Salzburg eine neue sehr rockige CD präsentierte. Neu an den Drums ist Manuel Wimmer aus Burgkirchen, ansonsten startet die Band von Christan Freimoser (genial am Mikrofon) in der Original Besetzung voll durch: Wolfi Forstner aus Wonneberg eine Bank an der Gitarre und Thomas Rackl aus Seebruck am Bass zeichnen für den drückenden „Wolfen reloaded“ Sound verantwortlich. Es macht Freude zuzuhören.

Kein bisschen müde. Frischer, progressiver, melodischer Rock im Stile von Creed, perfekter Sound und ein wahrhaft glasklarer, druckstabiler Rhythmus. Kein Wunder also, das trotz der überschaubaren Zuschauerzahl die Begeisterung im Salzburger Rockhouse vorherrschend war. Die Herren des reloaded Rock harmonieren und haben spürbar Spaß auf der Bühne.

Schlagzeuggetriebene Musik, Manuel Wimmer, mit seinen 27 Lenzen der Junior der Band treibt an – Christian Freimoser greift den Takt auf und peitscht seine Jungs nach vorn. Dabei ist es mitnichten einfach nur laut, nein, es ist sauber, es ist gekonnt und es ist vor allem eines: selbstgemacht auf höchstem Niveau. „No friend of mine“ oder auch das rockig geniale „Million faces“ oder die jüngsten Songs der neuen CD: „Feeling“, „New Horizon“ oder das sensible „Tomorrow never comes“: die Jungs von „Wolfen reloaded“ vermochten zu überzeugen – auf ganzer Linie. Das Licht im Rockhouse war nicht optimal, der fein ausbalancierte Sound jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Manuel Wimmer an den Drums hatte also eine hohe Schlagzahl zu bieten, optisch im Hintergrund, akustisch stet vorneweg und trotz seiner gewissen – dem Rhythmus geschuldeten – Dominanz absolut harmonisch im reloaded-Quartett integriert. Die CD „Changing Time“ dürfte der Band neuen Rückenwind verschaffen. Feinster Hardrock im digitalen Format, ohne das es eine enge Schublade wäre.

Christian Freimoser und seine Band tun gut daran, die kreative Phase voran zu treiben und den Samen der „Wolfen reloaded“ Projekte  auf der breiten musikalischen Wiese auszusäen. Unkraut wird dabei keine Chance haben, sauberer unvergänglicher Rock aber bleibt den treuen Fans erhalten. Wolfen reloaded im Wortsinn. CD Premiere erfolgreich.  

*** © Udo Kewitsch, einst, Salzburg, Zeichen 2603, Zeilen 38 ***

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