{"id":811,"date":"2022-03-18T21:02:47","date_gmt":"2022-03-18T20:02:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.udomittendrin.de\/udomittendrin\/wordpress\/?p=811"},"modified":"2023-01-03T11:52:09","modified_gmt":"2023-01-03T10:52:09","slug":"stadt-der-moerder-britta-habekost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.udomittendrin.de\/udomittendrin\/wordpress\/2022\/03\/18\/stadt-der-moerder-britta-habekost\/","title":{"rendered":"Stadt der M\u00f6rder &#8211; Britta Habekost"},"content":{"rendered":"\n<p>Wow. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Buch. Gebunden ist es. Ein B\u00e4ndchen ist mit dabei. Aber darum geht es nicht. Auch ist es nicht wirklich &#8222;meine Zeit&#8220; (die Handlung spielt im Winter 1924) und auch nicht mein favorisierter Ort der Handlung (wir befinden uns in Frankreich, genauer gesagt Paris). Aber auch das ist nicht wichtig. Der Klappentext hatte mich angezogen, also wollte ich es auch lesen, zugegeben etwas skeptisch, aber im Laufe der Lekt\u00fcre zunehmend zufrieden mit dieser Buchauswahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Britta Habekost hat ein kleines Meisterwerk zu Papier gebracht. Auf 450 Seiten erz\u00e4hlt sie die Geschichte von Lysanne, von ihrer Schwester Mira, von einer verloren geglaubten Liebe, vom Kommissar Vioric und dessen Bruder, aber auch von einer Zeit in der der Surrealismus seine Bl\u00fcten treibt. Sehr behutsam nimmt sie den Leser bei der Hand und f\u00fchrt ihn &#8211; Kapitel f\u00fcr Kapitel &#8211; in einer sehr sch\u00f6nen, weichen Sprache durch eine scheinbar grausame Welt  auf der einen und durch eine wilde, verr\u00fcckte Zeit auf der anderen Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>Die grausamen Morde die just zu dieser Zeit in Paris geschehen, scheinen keinem Muster zu folgen. Vioric tappt im Dunkeln.  Einige Beweise f\u00fchren Vioric in die Passage de l\u2019Op\u00e9ra, zu einer jungen Frau, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester in gr\u00f6\u00dfte Gefahr begeben hat. Doch noch wei\u00df sie nichts davon. Sie ist bereits dem Charme der Pariser Dichter und der bet\u00f6renden Sch\u00f6nheit der Stadt verfallen. Nicht ahnend, dass sie der Schl\u00fcssel zu allem ist. Nicht ahnend, dass sie bereits im Visier des M\u00f6rders steht &#8230; Die Protagonisten des Romans, so erf\u00e4hrt der Leser im Nachwort, sind nicht allesamt fiktive Charaktere sondern Britta Habekost versteht es geschickt Realit\u00e4t, Geschichte in einem Roman zu verweben. So erh\u00e4lt auch damals so aufstrebende Surrealismus eine &#8222;B\u00fchne&#8220; in dieser Geschichte. <\/p>\n\n\n\n<p>Gelegentlich \u00fcberlegt man, ob der &#8222;Krimi&#8220; die Story ist, oder mehr die Liebesgeschichte zwischen Lysann und Aragon, ob es eine Erz\u00e4hlung vom Leben der Breton Clique sein soll oder eine Abhandlung \u00fcber so manche Abgr\u00fcnde des Menschen und ihrer Abh\u00e4ngigkeiten. Geschickt tragen eine Reporterin und ein Polizeichef ebenso zur Spannung bei, wie der ein oder andere Hinweis im Laufe der Erz\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Man liest sich wunderbar durch die Zeilen, zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf und das charmante ist, man (also in dem Fall ich) hat zu keinem Zeitpunkt den Drang unbedingt den M\u00f6rder identifizieren zu wollen, nein, man liest einfach weiter, man ist sowieso in der Handlung, der Stadt, dem Ort &#8222;gefangen&#8220; Nat\u00fcrlich offenbart sich im Finale, welches sich zwar irgendwie ank\u00fcndigt, dann auch das &#8222;h\u00e4ssliche Gesicht&#8220; des Peinigers und seine Leidensgeschichte und auch hier schreibt Habekost unbeirrt in ihrer sch\u00f6nen Sprache weiter. Sie braucht kein Feuerwerk und Spezialeffekte, sie beherrscht einfach die Kunst der Erz\u00e4hlung mit Spannung zu verweben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"555\" src=\"https:\/\/www.udomittendrin.de\/udomittendrin\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/StadtDerMo\u0308rder.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-803\" srcset=\"https:\/\/www.udomittendrin.de\/udomittendrin\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/StadtDerMo\u0308rder.jpeg 350w, https:\/\/www.udomittendrin.de\/udomittendrin\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/StadtDerMo\u0308rder-189x300.jpeg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: <\/h2>\n\n\n\n<p>ein tolles Buch. Lesenswert ohne wenn und aber. ***** \/ und sogar mit Leseb\u00e4ndchen, gibt einen * extra <\/p>\n\n\n\n<p>(c) udomittendrin.de, M\u00e4r22<br><br><\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wow. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Buch. Gebunden ist es. Ein B\u00e4ndchen ist mit dabei. Aber darum geht es nicht. Auch ist es nicht wirklich &#8222;meine Zeit&#8220; (die Handlung spielt im Winter 1924) und auch nicht mein favorisierter Ort der Handlung (wir befinden uns in Frankreich, genauer gesagt Paris). Aber auch das ist nicht wichtig. 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